Derzeit bleibt ja qausi kein Stein auf dem anderen, sodass man sich echt dranhalten muss, um nichts zu verpassen. Ich denke es wird wichtig sein und bleiben möglichst viel mitzubekommen, aber nicht allem hinterherzurennen – denn das macht nur kaputt. Also eine gute und entschiedene Auswahl was passt und was nicht macht mehr als Sinn.
Es gibt aber manche Entwicklungen die einfach groß und super spannend sind. Eine davon ist Alpha Earth quasi das google Earth mit bissle mehr KI-Power. Diese KI hat aber, wenn man sie ins Recruiting denkt auch super sonnende Cases. Das habe ich mal gemacht – so als kleines Gedankenspiel.
Was ist Alpha Earth eigentlich?
Alpha Earth ist eine interaktive 3D-Darstellung unseres Planeten, die auf einer Kombination aus Satellitenbildern, Luftaufnahmen, topografischen Daten und geografischen Informationssystemen (GIS) basiert. Nutzer:innen können jeden Punkt der Erde virtuell ansteuern, in Straßenzüge hineinzoomen oder ganze Landschaften aus der Vogelperspektive erkunden. Man sagt, dass dieses Modell bis auf 10×10 Meter genau sein soll.
Das Besondere daran ist die Möglichkeit, das man sehen bzw. visualisieren kann, wie sich Städte ausgebreitet haben, Wälder geschrumpft sind oder Küstenlinien sich verändert haben. Dazu hat das System eine 3D-Funktion, die sogar Gebäude, Berge und Täler plastisch abbildet und das auch im Zeitverlauf (krass!).
Neben diesen ganzen Visualisierungen hat Alpha Earth weitere Funktionen am Start wie zum Beispiel: Informationen zu Klima, zur Infrastruktur, zu Naturschutzgebieten, zu Kulturstätten oder zu wissenschaftlichen Projekten.
Man kann damit also Regionen in Unterschiedliche Felder zerlegen und dazu unterschiedliche Datenschichten drauf packen die man braucht. Das Ganze in Echtzeit und im Zeitverlauf.
Das Gedankenspiel: Alpha Earth und Recruiting
So, und nun das Gedankenspiel, wie man Alpha Earth im Recruiting einsetzten könnte. Die Betonung liegt auf könnte, weil eben ein Gedankenspiel und das Modell ja erstmal eine andere Zielgruppe hat (Regierungen v.a.). Es soll zwar ein bisschen was davon bei anderen freien Google Anwendungen implementiert werden (google earth z.B.), aber die Vollversion bleibt erstmal nicht zugänglich denke ich (oder zu teuer). Aber wenn, dann könnte das so sein….
Case 1: Standortwahl für Büros & Werke
Die Wahl eines neuen Standorts ist nicht nur eine Immobilien- oder Finanzfrage, sondern sollte eigentlich auch eine Entscheidung sein, die Recruiting betrifft. Alpha Earth kann hier Daten liefern: Es zeigt, wo Städte wachsen, wo die Infrastruktur sich verbessert und wo Universitäten größer werden. Es lassen sich dadurch Regionen identifizieren, in denen sich Talentpools entwickeln – lange bevor sie in klassischen Arbeitsmarktstatistiken auftauchen. So können Recruiting Strategien schon mit Standortfragen Vernunft werden auf Basis von belastbaren Daten.
Case 2: Pendelzeiten & Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen
Die Attraktivität eines Arbeitgebers hängt auch von der Erreichbarkeit seiner Standorte ab. Alpha Earth kann durch die Analyse von Verkehrswegen, neuen Straßen oder Bahnlinien sichtbar machen, wie sich Pendelzeiten verändern. Für Recruiter:innen bedeutet das: Sie können besser einschätzen, wie realistisch es ist, Menschen aus einer bestimmten Region für einen Job zu gewinnen. Auch Mobilitäts- oder Hybridkonzepte (z.B. Anmietung eines Co-Working Spaces) lassen sich damit gezielter entwickeln, um mögliche Hürden zu senken.
Case 3: Branchen-Cluster & lokale Ökosysteme
Industrieparks, neue Fabriken oder Energieprojekte verändern ganze Regionen. Alpha Earth erkennt solche Entwicklungen frühzeitig, indem es Landnutzungsänderungen und Bauprojekte sichtbar macht. Für Recruiting heißt das: Dort, wo neue wirtschaftliche Cluster entstehen, wird auch der Recruitingbedarf sprunghaft steigen. Wer diese Signale früh erkennt, kann sich rechtzeitig positionieren, lokale Kooperationen aufbauen und Talent Pipelines entwickeln – bevor der Wettbewerb den Markt entdeckt.
Case 4: Nachhaltigkeit & Employer Branding
Nachhaltigkeit gehört mittlerweile zu den wichtigen Faktoren für die Arbeitgeberwahl. Mit Alpha Earth lassen sich Umweltauswirkungen von Standorten konkret messen – etwa CO₂-Emissionen, Abholzung oder Wassernutzung. Unternehmen können diese Daten nutzen, um ihre EVP mit harten Fakten zu untermauern. Für das Employer Branding eröffnet das eine neue starke Argumentationslinie: Man kann Bewerber:innen transparent zeigen, dass Standorte klimafreundlich betrieben werden und dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Versprechen ist, sondern messbar gelebt wird.
Was denkt ihr – sind solche Cases in Zukunft tatsächlich denkbar? Werden wir ohne solche Verbindungen und die Nutzungen unterschiedlicher Informationsquellen nicht mehr bestehen können, oder ist sowas doch noch reine Zukunftsmusik?
Meine Dienstleistungen
Erfolgreiche Recruiting-Strategien entwickeln
Zukunftsfähige Recruiting-Organisationen gestalten
Dabei verfolge ich das Ziel, Employer Branding, HR-Marketing und Recruiting miteinander zu verzahnen und das Recruiting als strategischen Business Partner im Unternehmen zu etablieren.