Wir alle haben neben unserem „normalen“ operativen Geschäft das ein oder andere Projekt zu stemmen. Das ist gut, denn diese Projekte sind ja auch meist sehr spannend und führen auch dazu, dass Recruiting Innovationen entstehen können, der Recruiting Prozess weiterentwickelt wird oder die interne Recruiting Organisation etwas davon hat. Da aber ehrlicherweise Projekte im Recruiting fast schon inflationär in die Recruitingabteilungen eingekippt werden, zeigt zum einen, dass viel zu tun ist, aber auch zum anderen, dass Projektmanagement-Skills fast schon unerlässlich für die Rolle Recruiting sind. Daher mal ein kleiner Blick auf unterschiedliche methodische Möglichkeiten und Ansätze die sich so unter dem Dach des Projektmanagements tummeln.

Wasserfall-Methode

Eine der klassischen Methoden im Projektmanagement, ist die Wasserfall-Methode und eine der Methoden die eigentlich auch schon sehr verpönt sind. Sie hat aber nach wie vor in vielen Projekten ihre Berechtigung, denn bei ihr werden Dinge lapidar ausgedrückt von vorne bis hinten durchgeplant und Schritt für Schritt ausgeführt bzw. abgearbeitet. Im Recruiting gibt es viele Dinge, die sich so planen und durchführen lassen.

Agiles Projektmanagement

Die gehypte Gegenspielerin der Wasserfall-Methode ist das agile Projektmanagement oder im Grunde alle agilen Methoden, da ihnen mehr Freiraum zugesprochen wird. Agiles PM ist jedoch nur ein Denkansatz oder nur ein Mind-Set, das aussagt, dass das Projekt z.B. kollaborativ, iterativ, datenbasiert und schnell bearbeitet werden muss. Zur konkreten Projektmanagement Methode wird es, wenn ein agiles Framework wie Scrum oder Kanban dann hinzugenommen und zum Einsatz gebracht wird.

Scrumban

Scrumban ist eine Mischung aus Scrum und Kanban die sich, wie ich finde sehr gut für Recruiting eignet. Mir Scrumban können auf der einen Seite die üblichen und aus Scrum bekannten Sprints und Events durchgehführt werden aber es werden eben auf der anderen Seite auch konkrete Aufgaben mit aufgenommen und abgebildet. So ist beispielweise das Selbst-Management des Recruiting-Teams damit perfekt zu organisieren. Darüber hinaus können „Red-Flags“, Kappa-Probleme oder andere Dinge schnell sichtbar gemacht und in einem Daily oder Weekly direkt gelöst werden.  

Lean

Die Lean-Projektmanagement-Methode beschäftigt sich vornehmlich mit dem Rahmen, also mit der Arbeitsumgebung von Projekten und will hier Verschwendung vermeiden. Dies tut sie mit den 3 M (Muda, Mura, Muri), die drauf abzielen in den Projekten dafür zu sorgen, dass Praktiken eingesetzt werden die Mehrwert schaffen, kein Abfall entsteht und keine Überlastung. Die Projektmanager:innen haben die Verantwortung hier ein ausgewogenes Gleichgewicht herzustellen. Lean-Methoden kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Effizienz-Probleme vorliegen oder zumindest stark vermutet werden.