In den letzten Jahren war sehr viel über EdTech zu lesen und es nimmt meiner Wahrnehmung nach getrieben durch die andauernde Situation wieder deutlich an Fahrt auf. Daher ist es vielleicht auch mal spannend sich grundsätzlich mit dem Ansatz und den Nutzen dieser Technologie auseinander zu setzen und zu überlegen, ob und ggf. auch wo sie sich im Recruiting einsetzen ließe. EdTech heißt ausgeschrieben Educational Technology oder Bildungstechnologie und soll die Herstellung, Nutzung und Verwaltung von Medien und Technologien, die zur Fortbildung genutzt werden, umschreiben. Es werden dabei Softwareansätze subsumiert die Schüler*innen oder Student*innen unterstützen aber genauso gut in der Erwachsenenbildung zum Einsatz kommen können. Laut Studien, die aus den USA stammen, war diese Art technologischer Lernunterstützung anfangs nicht nur umstritten, sondern zeigte auch keinerlei Wirkung. Mittelweile sei dies deutlich besser und der Einsatz von interaktiven und auch intelligenten Softwaresystemen zeigen deutliche Lernfortschritte und somit auch klare Wirkzusammenhänge zwischen EdTech und deren Anwender*innen.

Als Technologien die hier zum Einsatz kommen werden in der Tat sehr viele genannt. Diese reichen von virtuellen Klassenzimmern bzw. VR-Lernumgebungen über AR-Ansätzen bis hin zu einzelnen Apps die beim Lernen zum Einsatz kommen sollen. Die Apps werden bei ihrer Anwendung oftmals mit die mit Trello-Boards oder google-docs flankiert, um dann auch volle Wirkung zu entfalten. Ein paar Beispiele habe ich folgend einmal zusammengetragen:

Socrative

Dies ist ein Tool, das eigentlich für die vielgeliebten Lernkontrollen eingesetzt wird. Es lassen sich hier Klassenräume einrichten, unterschiedliche Typen von Abfragen initiieren aber auch Raum für Austausch und Kollaboration schaffen. Cool ist auch, das es auf sämtlichen Devices nutzbar ist und eine super einfache Oberfläche hat. Klingt ein wenig auch nach AC´s! Und genau hier könnte eine Einsatzmöglichkeit für Recruiting sein. Es könnten auch Bewerber*innen in so einen Klassenraum eingeladen werden und dann eben die bekannten AC Übungen online durchführen.  

Hier geht es zum Tool

Scratch by MIT

Wir sagen ja schon lange, dass HR sich ein wenig mehr mit IT und auch mit Code auseinandersetzen sollte. Mit dieser Lernplattform geht das spielerisch. Scratch ist eine visuelle Programmiersprache und ist natürlich nicht nur interessierte HR-Arbeitende interessant, sondern vor allem auch für angehende Junior ITler*innen die hier Spaß haben wollen und gleichzeitig lernen. Ein Blick lohnt sich finde ich auf jeden Fall!

Scratch findet ihr hier

Seesaw

Seesaw ist eine plattformgestützte Anwendung die eigentlich für die unteren Klassenstufen gedacht ist. Es lassen sich auf der Plattform geschlossene Netzwerke etablieren, in denen dann die Klassenverbände ihre Inhalte hochladen, Blogs unterhalten und die Lehrer*innen Lerninhalte strukturieren und dazugeben. Das Netzwerkt ist so konzipiert, dass auch den Eltern Zugang zu den Inhalten gewährt werden kann. Im Kontext Recruiting kann ich mir so eine einfach einzurichtende Software für Kreativprojekte super vorstellen, bei denen wachsende und auch mitunter sich schnell ändernde Inhalte zu verwalten sind.

Hier ist die Seesaw Website